Klarer Sieg gegen Weinheim: ttc berlin eastside steht als erster Finalist fest

Von Stephan Roscher|April 19, 2026|bundesliga

ttc berlin eastside – TTC 1946 Weinheim 5:1

Durch einen ungefährdeten 5:1-Erfolg gegen Titelverteidiger TTC 46 Weinheim hat der ttc berlin eastside am Sonntagnachmittag vor heimischer Kulisse als erster Klub das Finalticket gelöst. Gegner wird am 29. und 31. Mai der TSV Dachau 65 sein, der sich im Golden Match beim TSV Langstadt durchsetzen konnte, eine Entscheidung, die erst einige Stunden später fiel.

Diesmal gelang den Hauptstädterinnen ein besserer Start als im Hinspiel am Freitagabend in Weinheim (6:3), da wenigstens ein Doppel gewonnen wurde: Nina Mittelham und Josi Neumann bezwangen Veronika Matiunina/Daria Trigolos in fünf Sätzen. Das andere Doppel ging deutlich an Chien Tung-Chuan und Yuan Wan (3:0 gegen Natalia Bajor/Sabina Surjan).

In den Einzeln trumpfte der Gastgeber dann aber richtig auf: Die ersten drei Einzel gingen allesamt mit 3:0 an Berlin: Yuka Kaneyoshi bezwang Yuan Wan, Nina Mittelham besiegte Chien Tung-Chuan und Natalia Bajor schlug Daria Trigolos. Dann war mit Josi Neumann, die heute auch für die Einzel nominiert worden war, die jüngste eastside-Spielerin an der Reihe. Und auch sie wusste zu gefallen. Mit ihrem 11:5, 11:5, 4:11, 12:14 und 11:8 über Veronika Matiunina trug sich die 16-Jährige ebenfalls in die Siegerliste ein und verbuchte den entscheidenden Punkt zum 5:1 für ihr Team.

Danach wurde nicht mehr weitergespielt, da der Finaleinzug des Topklubs von der Spree besiegelt war – Weinheim hätte bei optimalem Verlauf maximal noch ein Remis erreichen können, was nicht gereicht hätte, da das Hinspiel am Freitag ja verloren worden war.

Andreas Hain zeigte sich sehr zufrieden. „Letztlich haben wir unsere Dominanz aus der normalen Runde auch in den beiden Halbfinals zeigen können“, so der eastside-Manager. „Nachdem unsere Doppel am Freitag nicht so funktioniert haben, wie wir das wollten, haben wir heute komplett umgestellt und konnten so auch am Anfang punkten. Das hat uns dann souverän agieren lassen.“ Zwei Spielerinnen hatten sich ein Sonderlob verdient: „Nina hat diese Serie hervorragend gespielt und war nahe dran an ihrer Topform der vergangenen Jahre. Sicher war für einige Außenstehende der Sieg von Josi überraschend, aber die knappen Niederlagen bei WTT-Turnieren haben uns gezeigt, dass es nur eine Frage der Zeit war, wann sie ihre Klasse auch in Siege umsetzen kann. Man muss jungen Spielerinnen einfach Chancen geben, dann können sie sich entwickeln.“ Das Ziel Ende Mai ist eindeutig: „Jetzt wollen wir natürlich auch das Finale gewinnen, um den Deutschen Meistertitel wieder dort zu haben, wo er zu Hause ist, in Berlin!“.

„Nachdem wir am Freitag eine sehr gute Leistung gezeigt haben, dafür aber nicht belohnt wurden, war klar dass es heute ein ganz schweres Spiel werden würde“, so Weinheims Cheftrainer Rainer Schmidt. „In den Doppeln konnten wir noch gut mithalten und sind 1:0 in Führung gegangen, leider hat unser zweites Doppel heute im fünften Satz gegen die Formation Mittelham/Neumann verloren. Im vorderen Paarkreuz waren wir im ersten Durchgang klar unterlegen, sodass beim Stand von 1:3 auch schon ein wenig die Luft raus war.“ Der Gastgeber spielte aber auch im unteren Paarkreuz überzeugend auf: „Hinten hat Berlin den Sack endgültig zugemacht, für mich ein wenig überraschend die Niederlage von Veronika Matiunina gegen Neumann, die aber auch eine gute Leistung gebracht hat.“ Schmidts Saisonfazit lautete wie folgt: „Alles in allem gehen wir erhobenen Hauptes aus dieser Saison heraus und können uns nach den vielen Verletzungen zufrieden zeigen, auch deshalb, weil wir trotzdem das Halbfinale erreicht haben. Berlin hat verdient gewonnen, sie waren, so wie wir letztes Jahr, die beste Mannschaft der Hauptrunde und sind nun ins Finale eingezogen, Glückwunsch.“

Beitragsbild oben: Josi Neumann machte ein starkes Spiel gegen Veronika Matiunina und gewann verdient in fünf Sätzen (Foto: Benedikt Probst).

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