Statement des TSV Langstadt zum Rücktritt von Petrissa Solja

Von Stephan Roscher|Dezember 21, 2022|bundesliga

Der TSV Langstadt, für den Petrissa Solja seit der Saison 2018/19 in der Bundesliga als Spitzenspielerin und Galionsfigur aufgeschlagen hat, hat eine Erklärung zum Rücktritt der deutschen Nationalspielerin vom aktiven Tischtennissport publiziert, die wir nachfolgend ungekürzt wiedergeben. Für den Verein ist Soljas Entscheidung natürlich ein herber sportlicher Verlust, auch wenn es sich in den letzten Wochen angedeutet haben mag.  

„Mit großem Bedauern haben die Verantwortlichen des TSV die Nachricht von Petrissa Solja aufgenommen, dass sie ab sofort ihre aktive Sportlerkarriere beendet.

„Das war natürlich eine sehr traurige Nachricht für uns. Gerne hätten wir und sicher auch unsere Fans, Petrissa noch einige Zeit im Langstädter Trikot spielen sehen“, so der Sportliche Leiter Manfred Kämmerer. „Selbstverständlich respektieren wir ihre Entscheidung jedoch voll und ganz und wünschen ihr für ihre Zukunft alles erdenklich Gute.“

Der Aufschwung des TSV ist untrennbar mit Petrissa Solja verbunden. Als der TSV sich vor fünf Jahren entschloss, das Abenteuer 1. Bundesliga anzugehen, war es insbesondere Petrissa Solja, die diesem Vorhaben von Anfang an durch ihre klasse Leistungen den Erfolg garantierte, den es brauchte, um sich in dieser starken Liga zu etablieren.

Manfred Kämmerer: „Zusammen mit Peti ging es für uns eigentlich immer nur in eine Richtung und das war nach oben. Wir haben uns von Jahr zu Jahr immer gesteigert. Sind in der Tabelle stetig nach oben geklettert. Höhepunkt war dann der Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft und die Vize-Pokalmeisterschaft in der vergangenen Saison. Wir wissen ganz genau, wem wir diesen sportlichen Erfolg ausschließlich zu verdanken haben. Die Erfolgsgeschichte TSV / Petrissa Solja wird für immer in den Geschichtsbüchern des TSV ihren Platz haben.“

Für die aktuelle Saison bedeutet es für den TSV natürlich eine erhebliche Schwächung. Auch wenn wir mit 7:7 Punkten scheinbar komfortabel dastehen, müssen wir auf der Hut sein. Die Liga ist sehr ausgeglichen, da kann jeder gegen jeden gewinnen. So ist nicht ausgeschlossen, dass auch der derzeitige Tabellenletzte ESV Weil noch zu einigen Siegen in der Rückrunde kommen kann. Nach dem Rücktritt von Peti haben sich die Ziele des TSV für die Saison natürlich verändert. „Wir wollen so schnell als möglich die Punkte einfahren um nicht in die Abstiegsregion zu kommen. Das ist das Ziel. Die Mannschaft hat jedoch in der Vorrunde gezeigt, dass sie auch ohne Peti stark genug ist, um gegen jeden Gegner in der Bundesliga bestehen zu können. Daher haben wir vollstes Vertrauen in unsere Spielerinnen, dass sie auch eine gute Rückrunde spielen werden“, so der Sportliche Leiter Manfred Kämmerer abschließend.“

Wir verweisen desweiteren auf die gehaltvollen aktuellen Artikel und Statements zum Thema auf tischtennis.de:

https://www.tischtennis.de/news/fuer-mich-war-es-die-perfekte-karriere.html

https://www.tischtennis.de/news/petrissa-solja-die-stimmen-der-stars.html

Nachfolgend noch einige aussagekräftige Bilder aus Soljas Langstädter Bundesligazeit (Fotocredit: Dr. Stephan Roscher):

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