Final-Four-Auslosung erfolgt: Bingen vs. Kolbermoor, Bad Driburg vs. eastside

Von Autor|Dezember 13, 2018|Pokal|0 Kommentare

Die Würfel sind gefallen – Die Halbfinal-Paarungen des Buderus-Final Four am 6. Januar im Sportforum Berlin stehen seit heute Nachmittag fest. Im Rahmen einer eigens zu diesem Zweck im Berliner ABACUS Tierpark Hotel anberaumten Pressekonferenz spielte Kajak-Doppel-Olympiasieger Marcus Groß „Glücksfee“ und bescherte den Tischtennisfans folgende Partien:

TTG Bingen / Münster-Sarmsheim – SV DJK Kolbermoor

TuS Bad Driburg – ttc berlin eastside

Nun werden viele denken, dass ein Finale zwischen dem amtierenden Deutschen Meister Kolbermoor und dem viermaligen Cup-Sieger Berlin damit praktisch fest gebucht sei. Die bisherige Erfahrung aus der Bundesliga kurz vor Ende der Vorrunde lehrt dagegen eher, dass auch die Favoriten auf der Hut sein und sich warm anziehen müssen, wenn es am 6. Januar tatsächlich zum Final-Duell der Giganten kommen soll. Die Weichen für einen spannenden Pokal-Showdown in der Bundeshauptstadt mit tollem Rahmenprogramm sind jedenfalls gestellt.

„Für unsere junge Mannschaft ist es ein Erfolg, am Final Four teilzunehmen“, freut sich Joachim Lautebach, Vorsitzender der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim. „Alle Mannschaften sind stark aufgestellt und wenn Kolbermoor komplett antritt, wird es sehr schwierig für uns. Berlin und Kolbermoor in Bestbesetzung sind kaum zu schlagen. Trotzdem freuen wir uns auf den erneuten Vergleich.“ Lautebach sieht einen kleinen Vorteil bei seinem Quartett: „Die Mannschaft hat nichts zu verlieren und kann befreit aufspielen.“

„Wir sind nicht unzufrieden, nicht Berlin im Halbfinale bekommen zu haben, da sie in Vollbesetzung ganz klar Favorit sind“, sagt Kolbermoors Trainer Michael Fuchs. „Aber auch Bingen mit Lily Zhang ist in einem 3er-System gefährlich.“ Fuchs fügt hinzu: „Trotzdem muss man sowieso alle schlagen, um den Pokal zu gewinnen, und wir haben gegen jede andere Mannschaft, die im Final Four steht, in der Bundesliga-Vorrunde verloren.“ Doch man könnte schließlich auch personell noch etwas verändern. „Mal sehen, in welcher Aufstellung wir im Januar antreten können, und je nachdem ist es dann etwas ganz anderes als in der Vorrunde“, so Fuchs.

„Natürlich ist das nicht das beste Los“, gibt Bad Driburgs Manager Franz-Josef Lingens zu Protokoll. „Aber wir freuen uns trotzdem auf dieses Event. Wir werden nichts unversucht lassen, den Favoriten mit voller Mannschaft zu ärgern.“

„Das wird kein Selbstläufer, es gibt auf dieser Stufe, wo die vier besten deutschen Mannschaften vertreten sind, keine leichten Gegner“, ist Berlins Manager Andreas Hain überzeugt. „Viel wird von der Tagesform abhängen und davon, wer schneller auf Betriebstemperatur kommt. Wir sehen es als Herausforderung an und werden Bad Driburg, das uns ja in der Liga einen Punkt abgeknöpft hat, ganz sicher nicht unterschätzen. Wir freuen uns auf ein tolles Pokalturnier und wollen am Ende des Tages oben auf dem Podest stehen.“

Kajak-Doppel-Olympiasieger Marcus Groß bei der Ziehung.

Auf der PK informierte eastside-Präsident Alexander Teichmann auch über das Rahmenprogramm des Buderus-Final Four. Unter anderem wird es einen tollen Music-Act geben. Zudem wird auch Marcus Groß wieder dabei sein und den Sportfans Rede und Antwort stehen. Aber auch Tischtennis wird nicht zu kurz kommen. So wird es zu einem inklusiven Showkampf zwischen dem mehrfachen Paralympics-Teilnehmer aus Berlin, Jan Gürtler, und dem früheren Nationalspieler Christian Süß kommen, den fast jeder kennt, der schon einmal einen Schläger in der Hand hatte.

 

Text: Dr. Stephan Roscher

Fotos: ttc berlin eastside

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