Langstädter Bundesliga-Frauen wollen aus dem Tabellenkeller

Von Autor|November 8, 2019|bundesliga|0 Kommentare

TSV Langstadt – TSV Schwabhausen (Samstag, 15 Uhr)

Drittes Bundesligaspiel für den Play-off-Halbfinalisten der Saison 2018/19, der – nach zwei Niederlagen in zwei Partien – tatsächlich momentan Schlusslicht in der deutschen Eliteliga ist. Alle anderen Teams haben inzwischen mindestens zwei Pluspunkte auf dem Konto, aber auch bereits vier oder fünf Begegnungen ausgetragen. Nun sollen gegen den starken Aufsteiger aus Oberbayern also die ersten Punkte für Langstadt her, was nicht einfach zu werden verspricht.

„Es macht derzeit wenig Spaß, sich die Tabelle anzuschauen“, so die momentane Gefühlslage beim Sportlichen Leiter Manfred Kämmerer. „Natürlich ist die Tabelle noch schief, da wir erst zwei Spiele ausgetragen haben und andere Teams wesentlich mehr, doch es ist klar, dass wir nun langsam anfangen müssen zu punkten.“

Schwabhausen hatte am letzten Sonntag beim 6:2-Sieg in Anröchte einen ganz starken Auftritt und hat seine Ligatauglichkeit auch zuvor schon mehrfach unter Beweis gestellt. Darauf verweist auch Langstadts Coach Thomas Hauke, der den Kader des Tabellensechsten für gut besetzt hält. „Schwabhausen hat in Anröchte klar gewonnen und gegen Bad Driburg nur ganz knapp mit 4:6 verloren“, so Hauke. „Sie haben sich mit der deutschen Nationalspielerin Sabine Winter sowie der US-amerikanischen Nationalspielerin Crystal Wang verstärkt. Dadurch ist die kroatische Nationalspielerin Mateja Jeger sowie die weißrussische Nationalspielerin Nikitchanka ins hintere Paarkreuz gerückt. Das wird sicher ein ganz schweres Spiel für uns.“

Sabine Winter kann an einem guten Tag auch Petrissa Solja gefährlich werden.

Doch mit Unterstützung der heimischen Fans wollen die Langstädter Damen unbedingt etwas Zählbares holen, um die rote Laterne so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Über die Aufstellung am Samstag macht der Verein im Vorfeld keine Angaben. Vermutlich werden die Südhessen ebenso in starker Formation auflaufen wie der Gast aus Oberbayern. Dessen Trainer Alexander Yahmed sieht sein Team trotz der überwiegend starken Auftritte bisher in der Außenseiterolle. „Wir lassen uns nicht von der Tabelle täuschen, wir wissen schon, dass Langstadt nichts mit dem Abstieg zu tun hat, besonders daheim sind sie für jeden gefährlich“, so Yahmed. „Wir sind uns unserer Position klar und wissen, dass wir Außenseiter sind.“ 

Beitragsbild oben: Mit der Weltranglisten-15. Petrissa Solja haben die Hessen die prominenteste Spielerin im Kader.

Text & Fotos (2): Dr. Stephan Roscher

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