Bingen erkämpft Remis gegen ersatzgeschwächten Spitzenreiter

Von Autor|März 10, 2019|bundesliga|0 Kommentare

TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – ttc berlin eastside 5:5

In einer ungemein spannenden Partie erkämpfte die TTG Bingen/Münster-Sarmsheim am Sonntagnachmittag ein Remis gegen den Champions-League-Halbfinalisten ttc berlin eastside.

Allerdings waren aus der Berliner 1A nur Shan Xiaona und Nina Mittelham dabei, wobei Kathrin Mühlbach zumindest zur erweiterten Stammbesetzung zählt. Spielertrainerin Irina Palina, die etatmäßig nur noch in der Regionalliga aufschlägt, war im letzten Match gegen Giorgia Piccolin dennoch nicht weit von einem Sieg und somit dem 6:4 für ihr Team entfernt. Bingens Italienerin hatte jedoch im fünften Satz mit 11:9 die Nase vorn. Die Fans erlebten so jedenfalls ein ganz enges, bis zum letzten Ballwechsel spannendes Bundesligaspiel und kamen voll auf ihre Kosten.

Ein Schlüsselspiel war sicher das Match zwischen der US-Amerikanerin Zhang Lily und der Deutschen Meisterin Nina Mittelham, das die Bingener Nummer eins in vier Sätzen gewann. Dadurch lief es am Ende auf die Punkteteilung zu. Anderenfalls hätte eastside, das mit 5:3 vor dem letzten Durchgang im hinteren Paarkreuz in Führung lag, wohl mit 6:2 gewonnen.

Für den Ligaprimus punkteten die stark spielende Shan Xiaona (3:1 gegen Chantal Mantz, 3:0 gegen Zhang Lily), Mittelham (3:0 gegen Mantz), Mühlbach (3:1 gegen Piccolin) sowie das Doppel Shan/Mittelham (3:0 gegen Zhang/Piccolin). Für den Gastgeber war neben den bereits genannten Spielerinnen noch Yuan Wan im Dreifach-Pack erfolgreich. Die 21-Jährige gewann nämlich sowohl gegen Palina als auch gegen Mühlbach jeweils in drei Sätzen und hatte zu Beginn ihr Doppel mit Mantz (3:1 gegen Mühlbach/Palina) nach Hause gebracht.

Durch den Punktgewinn sind die Chancen der Rheinhessinnen auf eine gute Platzierung gestiegen. Sogar Rang zwei ist noch möglich. Berlin steht bekanntlich bereits als Sieger der Punktrunde fest.

„Die Begegnung war spannend und nervenaufreibend bis zum Schluss“, sagte ein erleichterter Joachim Lautebach. „Das Spiel gegen Abwehr ist nicht so Giorgias Ding“, so der Kommentar des Bingener Vorsitzenden zum letzten Match des Tages. „Aber mit Unterstützung der Zuschauer hat sie es dann gegen Palina doch geschafft.“ Lautebach weiter: „Lily Zhang hat gegen Mittelham sehr gut gespielt, das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Gegen die sehr starke Shan konnte aber auch sie nichts ausrichten.“ Der Rest der Punktrunde wird aus Sicht des TTG-Chefs noch spannend werden: „Der heutige Punktgewinn gibt uns natürlich Auftrieb für die kommenden beiden Heimspiele gegen Böblingen und Bad Driburg. Wir wollen mindestens Platz vier schaffen, wenn es aber mehr wird, dann umso besser. Es bleibt bis auf weiteres alles offen.“

eastside-Manager Andreas Hain nahm den verlorenen Punkt gelassen. „Wir sind und bleiben Erster, das zählt und da können wir auch mal ein Unentschieden verschmerzen“, so Hain. „Wir haben ein paar Chancen liegengelassen und Bingen hat seine Chancen genutzt, insofern geht das 5:5 in Ordnung, auch wenn Ira eigentlich noch den Sieg auf dem Schläger hatte. Heute ist nichts Wesentliches aus unserer Sicht passiert. Wenn wir jetzt noch den Einzug ins Finale der Champions League schaffen, sind wir sehr zufrieden.“

Beitragbild oben: Bingens Topdoppel Chantal Mantz/Yuan Wan war auch gegen Berlin erfolgreich.

Text & Foto: Dr. Stephan Roscher

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