Bad Driburg feiert in eigener Halle einen 6:2-Erfolg gegen Angstgegner Busenbach

Von at|Februar 25, 2019|bundesliga, Home, Vereinsnews|0 Kommentare

Nach fast drei Jahren wieder ein Sieg

Bad Driburg  (WB). Nach zwei Stunden und 45 Minuten Spielzeit liegen sich die Akteurinnen des TuS Bad Driburg in den Armen: 6:2 hat das Quartett soeben gegen Angstgegner TV Busenbach gewonnen. Nach fast drei Jahren siegloser Spiele gegen das kompakte Team aus Baden-Württemberg ist der Bann gebrochen.

Höchste Konzentration: Sarah DeNutte (vorne) und Britt Eerland verlieren zwar das Doppel, sind in ihren Einzeln aber siegreich. Foto: Jürgen Drüke

»Es war wieder einmal eine tolle Teamleistung«, atmet Spielertrainerin Nadine Bollmeier am Sonntagnachmittag um kurz vor 17 Uhr erleichtert durch.

Nach den Auftaktdoppeln hatte es 1:1 gestanden. Nadine Bollmeier und Sophia Klee waren gegen Anastasia Bondareva und Franzika Schreiner 3:1 siegreich gewesen. Britt Eerland und Sarah DeNutte zogen nach einem dramatischen Spiel gegen Tanja Krämer/Jessica Göbel mit 2:3 den Kürzeren. Im oberen Paarkreuz siegte Eerland im Anschluss 3:0 gegen die Ex-Bad Driburgerin Göbel und DeNutte 3:1 gegen Krämer. Der TuS führte 3:1. Pause nach einer Stunde und 20 Minuten in der kleinen Sporthalle in der Jahn­straße.

Tischtennis-Bundesligist TuS Bad Driburg gewinnt 6:2 gegen Angstgegner Busenbach

Bollmeier hat noch Zweifel

Als es nach 15 Minuten wieder losging, waren sich die TuS-Hauptdarstellerinnen ihrer Sache keineswegs sicher, denn zuletzt hatten sie die zwei Punkte gegen Busenbach am 7. Mai 2016 geholt. Lang war es her. »Im Hinspiel haben wir im November ebenfalls 3:1 geführt. Dabei hatte ich nicht meinen besten Tag und meine beiden Einzel verloren«, erinnerte sich Bollmeier im Pausengespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. 5:5 war vor vier Monaten das Endergebnis gewesen. Diesmal sollte und durfte ihnen das nicht noch einmal passieren. Gleichzeitig gab TuS-Manager und Hallensprecher Franz-Josef Lingens den Zwischenstand des Bundesliga-Spitzenspiels bekannt: »Die DJK ­Kolbermoor liegt in eigener Halle gegen Tabellenführer TTC Berlin 0:4 zurück. Das ist gut für uns.« Alle lief für den Zweiten Bad Driburg, denn der Tabellendritte ­Kolbermoor würde gegen die Hauptstädterinnen wohl kaum noch etwas holen können.

Schnell klare Verhältnisse

Die Zweifel von Nadine Bollmeier sollten vor 100 Zuschauern dann ganz schnell beseitigt werden. Die Teamchefin selbst trumpfte an Tisch eins gegen Franziska Schreiner auf und sorgte für einen 3:0-Erfolg. Damit stand es 4:1 für die Kurstädterinnen. An Tisch zwei war die Partie zwischen TuS-Nachwuchstalent Sophia Klee und Anastasia Bondareva wesentlich spannender. Die beiden Top-Talente der ersten Bundesliga lieferten sich lange und mitunter spektakuläre Ballwechsel. Im vierten Satz unterlag die 15-jährighe Klee 12:14 und musste sich Kämpfernatur Bondareva damit 1:3 geschlagen geben. Neuer Zwischenstand 4:2. Nun kam es hüben wie drüben auf die Spitzenspielerinnen an. Eerland und DeNutte waren in ihren Duellen leicht favorisiert. Das sollten die Niederländerin und die Luxemburgerin in TuS-Diensten dann auch bestätigen. Beide ließen nichts anbrennen und fuhren die beiden noch fehlenden Punkte souverän ein. So sehr sich die erfahrene Krämer gegen Eerland auch streckte, sie haderte im Verlauf der Partie immer öfter und musste sich letztlich 1:3 geschlagen geben. Der Tabellenzweite führte 5:2 und war noch einen Einzelsieg vom ersten doppelten Punktgewinn nach fast drei Jahren gegen aufopferungsvoll kämpfende Busenbacherinnen entfernt. Sarah DeNutte kontra Jesscia Göbel hieß das Duell. Die Driburgerin gewann 3:1. Der 6:2-Sieg war perfekt und wurde gefeiert. Kolbermoor hatte gleichzeitig 2:6 gegen Berlin verloren. Doppelte Freude beim TuS Bad Driburg.

»Britt und Sarah haben hier heute top aufgespielt«, lobte Bollmeier das Weltklasse-Duo. »Das war hier ein Pflichtsieg. Wir haben den zweiten Platz noch lange nicht sicher«, warnte Nadine Bollmeier. 6:2 am 24. Februar 2019. So wie beim letzten Sieg gegen den TV Busenbach am 7. Mai 2016.

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