„The Big 12“ zu den B2X Finals: Stimmen der Vereine vor dem Top-Event in Kolbermoor

Von Stephan Roscher|Januar 9, 2026|Pokal

Nur noch wenige Stunden, bis der Startschuss zum großen Turnier um die Deutsche Pokalmeisterschaft in Kolbermoor fällt. Die Vorfreude ist überall spürbar. Wir hatten es angekündigt und hier kommen sie, die Statements der zwölf am Wochenende an den B2X Finals teilnehmenden Klubs. Wir haben uns entschlossen, die Reihenfolge der Gruppeneinteilung zu wählen. Der Umfang wurde nicht gekürzt. Wer uns viel mitzuteilen hatte, kommt folglich auch ausgiebig zu Wort.

Gruppe A: TSV Dachau 65, TTC 1946 Weinheim, SV Friedrichsgabe

Alexander Yahmed (Cheftrainer TSV Dachau 65): „Natürlich freuen wir uns auf das Turnier. Wir wissen aber noch nicht, wie die Aufstellung ausehen wird. Ich weiß nicht, ob Seoyoung rechtzeitig gesund wird und es Sinn macht, sie einzusetzen. Zudem weiß ich nicht, wie weit Sabine in Doha kommt, also ist es gut möglich, dass wir ohne unsere Nummer eins und zwei spielen müssen. An sich ist das aber kein Problem, denn wir haben genug junge Spielerinnen, die sich weiterentwickeln wollen und sehr glücklich sind, wenn sie spielen können. Wir werden es so machen, wie es am sinnvollsten für uns ist, aber die Lösung muss auch sicher für alle Spielerinnen sein.“

Christian Säger (Manager TTC 46 Weinheim): „Der TTC 46 Weinheim wird mit einem schlagkräftigem Team antreten. Der einzige Wunsch, den wir haben, ist, dass wir endlich mal wieder komplett spielen können. Die Vorrunde war schon sehr schwierig. Aber wir schauen nach vorne und wissen, dass wir mit Dachau, wenn Sie komplett erscheinen, eine sehr schwierige Aufgabe vor uns haben.“

Bettina Ludwig (Damenwartin SV Friedrichsgabe): „Als klarer Außenseiter gehen wir ohne übermäßigen Erwartungsdruck in die Pokalmeisterschaften. Für uns steht im Vordergrund, diese besondere Gelegenheit zu nutzen, uns mit Teams und Spielerinnen aus der deutschen und teilweise europäischen Spitze zu messen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Aus diesem Grund werden wir mit unseren einheimischen und von uns ausgebildeten Spielerinnen antreten. Trotz der langen Anreise von 875 Kilometern reisen wir mit großer Vorfreude an und wollen unseren Verein, wie auch unsere Region bestmöglich präsentieren. Wir betrachten den Pokal als sportliches Highlight und als Motivation, weiterhin konsequent unseren Weg mit regional verankerten Spielerinnen zu gehen sowie unsere gute Jugendarbeit fortzuführen und zu forcieren. Einen Favoriten sehen wir bei der Leistungsdichte der Mannschaften nicht, natürlich hängt viel von den jeweiligen Aufstellungen ab, zumindest würden wir uns freuen, wenn der Gastgeber eine sehr gute Rolle spielen würde. Unser Team für die Pokalmeisterschaften: Anna Schüler, Laura Schweiz und Carina Ludwig.“

Gruppe B: TSV Langstadt, SU Neckarsulm, TTG Bingen/Münster-Sarmsheim

Manfred Kämmerer (Sportlicher Leiter TSV Langstadt): „Es wird sicher auf die Tagesform ankommen, welches Team sich in der Gruppe durchsetzt. Wir wollen jedenfalls an die guten Ergebnisse im Pokal in den vergangenen Jahren anknüpfen und uns wieder für das Final Four qualifizieren. Es wird sich zwischen Bingen und uns entscheiden, gegen Neckarsulm sind beide Teams klarer Favorit. Wenn Bingen mit der neuen Chinesin kommt, könnte es schwierig für uns werden, aber auch die anderen Spielerinnen von Bingen sind nicht zu unterschätzen.“

Anna Rauch (Trainerin TSV Langstadt): „Das Turnier findet erstmalig in Kolbermoor statt. Es sind wohl auch schon sehr viele Tickets verkauft worden. Wir freuen uns deshalb schon richtig auf dieses Event, das schon immer seinen ganz eigenen Charme hat. Mein Team wird gut vorbereitet ins Turnier gehen und wir wollen natürlich mit einem positiven Ergebnis ins neue Jahr starten.“

Kathrin Hessenthaler (Kapitänin SU Neckarsulm): „Wir freuen uns auf das Pokal-Event in Kolbermoor. Wir hoffen auf eine gute Stimmung in der Halle mit möglichst vielen Zuschauern. Wir möchten uns bestmöglich gegen die beiden Bundesligisten behaupten. Wir werden versuchen, unsere Gegner zu ärgern und wollen ihnen natürlich so viele Sätze wie möglich klauen. Wir nutzen dieses Event auch als Teamausflug, um einerseits ein schönes Wochenende zu haben und andererseits Spielpraxis für die Rückrunde zu bekommen.“

Joachim Lautebach (Sportvorstand TTG Bingen/Münster-Sarmsheim): „Mit Langstadt haben wir natürlich eine sehr starke Mannschaft in unserer Gruppe, die, wenn sie in Bestbesetzung antritt und bedingt durch das Spielsystem, nur schwer zu schlagen sein wird. Trotzdem wird unsere Mannschaft versuchen, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen und ansprechende Spiele zu zeigen. Dies gilt auch bereits für das erste Spiel gegen Neckarsulm, eine Mannschaft, die man auf keinen Fall unterschätzen darf. Wer letztlich bei uns spielen wird, entscheidet sich diesmal kurzfristig.“

Gruppe C: ESV Weil, TuS Fürstenfeldbruck, ttc berlin eastside

Doris Spiess (Abteilungsleiterin ESV Weil): „Unsere Erwartungen an das Pokalturnier sind gedämpft. Zum einen fehlt mit Anna Hursey unsere Topspielerin, zum anderen haben wir mit Berlin einen der Topanwärter auf den Pokal in der Gruppe. Nichtsdestotrotz werden wir angreifen und versuchen, den Mitkonkurrenten das Leben schwer zu machen. Wir freuen uns auf die Herausforderung.“

Sandra Peter (Trainerin TuS Fürstenfeldbruck): „Wir sind immer wieder sehr geehrt, wenn wir am Pokalwettbewerb mit den Mannschaften aus der 1. Bundesliga teilnehmen und man sich mal mit ihnen messen kann. Für unsere jungen Mädchen ist es immer ein toller Wettbewerb und eine schöne Herausforderung, sich einmal mit Nationalspielerinnen aus Deutschland und anderen Ländern „duellieren“ zu können. Ein Highlight war sicherlich letztes Jahr der Sieg von Janine Hanslick gegen Mia Griesel aus Berlin. Auch in diesem Jahr könnte es wieder zu diesem Vergleich kommen. Wir wünschen uns allen und den Zuschauern viel Spaß und faire Spiele und versuchen unser Bestes, dass es in den Gruppenspielen nicht zu einseitig wird.“

Andreas Hain (Manager ttc berlin eastside): „Für uns ist der DTTB-Pokal ein wichtiges Event. Es geht um einen Titel und den würden wir auch gerne dieses Jahr wieder gewinnen. In Bestbesetzung kann jedes Team aus der 1. Bundesliga ein gewichtiges Wort um den Titel mitreden und jede Mannschaft kann bei gutem Turnierverlauf in diesem Jahr sogar gewinnen. Es ist ein anderes System als in der Bundesliga und vermeintliche Überraschungen sind viel eher möglich. Insbesondere da jede Mannschaft über mindestens eine Spielerin verfügt, die in der Lage ist, zwei Einzelpunkte zu holen. Von daher wird es sicherlich spannend werden. Wir werden mit nahezu unserem kompletten Kader in Kolbermoor sein, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.“

Gruppe D: SV DJK Kolbermoor, TTC Langweid, TTF Rastatt

Dr. Michael Fuchs (Cheftrainer u. Abteilungsleiter SV DJK Kolbermoor): „Wir hoffen natürlich, dass wir am Sonntag im Final Four noch vertreten sind – das ist unser primäres Ziel! Berlin hat natürlich einen so breiten, aber auch in der Spitze hochkarätigen Kader, dass sie der absolute Topfavorit sind, weil sie einfach fünf bis sechs Spielerinnen haben, die theoretisch jeden schlagen können. Dennoch schreibt der Pokal immer wieder seine eigenen Geschichten und es kommt alles auf einen Tag zusammen. Viele Mannschaften haben Top-Spielerinnen, die an einem Sahnetag zwei Punkte machen können und dann ist man schon sehr nahe dran, ein Spiel zu gewinnen. Mit Annett haben wir natürlich auch so eine Spielerin. Wir hoffen, dass wir einfach ein optimales Wochenende erwischen und dann müssen wir uns vor keinem verstecken – und vielleicht spielt es sich in der vermeintlichen Außenseiterrolle auch etwas einfacher.“

Barbara Jungbauer (Geschäftsführerin u. Trainerin TTC Langweid): „Wir nehmen als Zweitligist nach ein paar Jahren Abstinenz erst zum zweiten Mal am Pokalwettbewerb teil. Dass der Wettbewerb diesmal in Kolbermoor und damit nicht allzu weit von uns entfernt stattfindet, war ein Grund. Außerdem wollten wir vor allem Veronika Matiunina die Chance geben, sich erstklassig zu messen. Nachdem Veronika uns zur Rückrunde in Richtung Weinheim verlassen hat und aus beruflich Gründen auch Yang Ting nicht zur Verfügung steht, sieht die Sache etwas anders aus. Wir freuen uns freilich trotzdem auf die Begegnung mit den großen Namen.“

Susanne Gibs (1. Vorsitzende TTF Rastatt): „Die TTF Rastatt freuen sich sehr, erstmalig an den Deutschen Pokalmeisterschaften der Damen teilzunehmen. Für unsere Drittliga-Spielerinnen wird es primär darum gehen, ihr bestes Tischtennis zu zeigen und die Spiele gegen die Profis zu genießen. Voraussichtlich werden folgende Spielerinnen mit nach Kolbermoor reisen: Jennie Wolf, Alina Vydruchenko, Caterina Kiziuk und Anna Gaiser.“

LINKS

Alle Informationen zum Turnier (Ablauf, Anfahrt, etc.) findet man auf der Webseite des SV DJK Kolbermoor: https://pokal2026.svdjkkolbermoor.de

Hier geht es zum Live-Ticker

Livestream-Links (Zwei Tische werden an beiden Tagen im Livestream übertragen)

Qualifikationsgruppe A: https://youtube.com/live/PM7IeTI1l3U?feature=share

Qualifikationsgruppe D: https://www.youtube.com/live/ihEjsiNnYow?si=Tg4KxTAwqNA3JllX

Halbfinale Tisch 1: https://www.youtube.com/live/qigZJx2KS1A?si=FiU2wotQygx_JLmU

Halbfinale Tisch 2: https://www.youtube.com/live/aJRRioe2euk?si=PhpOo2DLXRLINm9H

Finale: https://www.youtube.com/live/x6EmxATJs-s?si=C0_3I6yIcPsdCDXO

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