B2X Finals: Kolbermoor lädt ein zu den Deutschen Pokalmeisterschaften 2026

Von Stephan Roscher|Januar 8, 2026|Pokal

Mega-Event in Oberbayern am kommenden Wochenende

Die Deutschen Pokalmeisterschaften nebst Final Four sind traditionell das erste große Jahres-Highlight im Mannschaftstischtennis der Damen. Am kommenden Wochenende ist es so weit. Das Qualifikationsturnier wird am Samstag ausgetragen und am Sonntag dann das natürlich mit großer Spannung erwartete Final Four. Gespielt wird in der B2X Arena im oberbayrischen Kolbermoor. Man darf sich auf zwölf ambitionierte Teams und hochklassigen Tischtennissport freuen.

Nach tollen Turnieren in Berlin und letzten Januar im badischen Sinzheim, wird das Mega-Event erstmals in Bayern stattfinden. Kolbermoor, das im deutschen Damen-Tischtennis einen klangvollen Namen hat, richtet das Turnier im Namen des Deutschen Tischtennis-Bundes aus. Die Oberbayern haben Jahr für Jahr ambitionierte, hochkarätig besetzte Teams am Start und verfügen mit der 19-jährigen Annett Kaufmann über eine der ganz großen Hoffnungsträgerinnen der deutschen Nationalmannschaft. Wir sind uns sicher, dass der SV DJK Kolbermoor – Deutscher Meister im Jahr 2018 und Deutscher Pokalsieger 2019 – gemeinsam mit dem DTTB ein grandioses Turnier ausrichten wird, bei dem die Fans des hochkarätigen Damen-Tischtennis voll und ganz auf ihre Kosten kommen werden. Draußen eine winterlich kalte, überaus sehenswerte Voralpenlandschaft, drinnen in der B2X Arena Tischtennis von bester Qualität, das die Herzen erwärmt – so dürfen wir uns das vorstellen.

Als Titelverteidiger geht der ttc berlin eastside an den Start und möchte zum elften Mal seit Wiedereinführung des Wettbewerbs im Jahr 2014 ganz oben auf das Siegerpodest – nur ein einziges Mal gelang dies nicht, eine sensationelle Bilanz. Die Berlinerinnen haben den Cup in den letzten fünf Jahren ohne Unterbrechung gewonnen und haben den Pokal-Titel erneut im Visier. Starke Konkurrenten, so auch der Gastgeber und Vorjahresfinalist SV DJK Kolbermoor, wollen dies verhindern und den Siegeszug der Hauptstädterinnen stoppen. Aber auch Teams wie Dachau, Langstadt oder Weinheim ist einiges zuzutrauen.

Beim großen Pokalturnier in Kolbermoor werden alle sieben Erstligisten sowie zwei Zweit- und drei Drittligisten vertreten sein, die den „Großen“ zu gerne ein Bein stellen würden. Es ist schon ein besonderes Turnier mit einem ganz spezifischen Flair. Vergeben wird der erste Titel des Jahres 2026 – und zwar nicht irgendein Titel, sondern ein ganz wichtiger.

Auf sie sind nicht nur die Fans aus Bayern besonders gespannt: Annett Kaufmann (Archivfoto: Dr. Stephan Roscher).

Wenn neben Berlin, das schon angekündigt hat, fast mit dem kompletten Kader anzureisen, Teams wie Weinheim, Dachau, Langstadt, Bingen und natürlich Kolbermoor ihre Top-Asiatinnen aus China, Taiwan, Thailand und Südkorea an den Start bringen, werden die zahlreichen Zuschauer einige der weltbesten Spielerinnen in Aktion erleben. Publikumsliebling dürfte Annett Kaufmann sein, die gewiss von besonders vielen Fans, nicht nur aus Bayern, angefeuert wird. Mit spielerischer Klasse und unbändigem Kampfgeist kann die 19-jährige Ausnahmespielerin längst auch schon auf internationaler Bühne Akzente setzen. Die sicher auch nicht gerade wenigen Zuschauer, die aus dem 95 Kilometer entfernten Dachau anreisen, werden dagegen felsenfest hinter Sabine Winter stehen. Die 33-Jährige darf sich gerade über das beste Jahr ihrer bisherigen Karriere freuen und wird hochverdient inzwischen als beste Deutsche auf Platz 17 der Weltrangliste geführt. Allerdings gibt es noch ein Fragezeichen hinter ihrem Einsatz, da sie aktuell beim WTT Champions-Turnier in Doha spielt und man gerade bei ihrer Klasse – mit einem frühen Ausscheiden ist nicht unbedingt zu rechnen – nicht weiß, ob sie rechtzeitig zurück sein kann. 

Am Samstag wird die Gruppenphase ausgetragen. Nur die vier Gruppensieger kommen weiter und duellieren sich am zweiten Turniertag in den Halbfinals sowie anschließend im Finale. Die Halbfinal-Auslosung wird direkt in Anschluss an die Gruppenspiele in der Halle vorgenommen.

Hochkarätiges Teilnehmerfeld

Neben dem Titelverteidiger und amtierenden Champions-League-Sieger ttc berlin eastside werden – in der Reihenfolge der aktuellen Bundesligatabelle – folgende Erstligisten am Start sein: TSV Dachau 65, TSV Langstadt, SV DJK Kolbermoor, TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, TTC 1946 Weinheim, ESV Weil. Diese haben wir fast alle schon erwähnt, noch nicht jedoch die Zweit- und Drittligisten. Aus dem Unterhaus werden der Tabellenzweite TTC Langweid, der letzte Saison als Punktrunden-Erster unmittelbar vor dem Aufstieg ins Oberhaus stand, sowie der Vierte, TuS Füstenfeldbruck dabei sein, also die beiden wirklich gut aufgestellten Vertreter Bayerns in der zweithöchsten deutschen Tischtennis-Liga. Aus Liga drei werden wir in Kolbermoor den aktuellen Siebten der Nordstaffel, SV Friedrichsgabe, sowie aus der Südgruppe den Tabellenzweiten SU Neckarsulm, der schon vor einem Jahr in Sinzheim am Start war und gutes Tischtennis gezeigt hat, „livehaftig“ erleben. Last not least werden wir mit den TTF Rastatt den Sechsten des Ligaklassements im Süden zu sehen bekommen.

Der Titelverteidiger direkt nach der letztjährigen Siegerehrung: ttc berlin eastside (Foto privat).

Gruppeneinteilung:

Gruppe A: TSV Dachau 65, TTC 1946 Weinheim, SV Friedrichsgabe;

Gruppe B: TSV Langstadt, SU Neckarsulm, TTG Bingen/Münster-Sarmsheim;

Gruppe C: ESV Weil, TuS Fürstenfeldbruck, ttc berlin eastside;

Gruppe D: SV DJK Kolbermoor, TTC Langweid, TTF Rastatt.

In Gruppe A gibt es mit Dachau und Weinheim zwei große Favoriten. In Gruppe B dürften die Teams aus Langstadt und Bingen die Sache untereinander ausmachen. Gruppe C wird vermutlich von Serienpokalsieger Berlin dominiert werden, während in Gruppe D vieles auf Gastgeber Kolbermoor hindeutet. Diese Kurzeinschätzung soll die klassentieferen Teams keineswegs abwerten, die alles daransetzen werden, den einen oder anderen Achtungserfolg zu erzielen und jeden Matchgewinn gemeinsam mit ihren Fans frenetisch bejubeln werden. Dass sie dabei sind, ist auf gewisse Weise sogar das Salz in der Suppe des Cup-Turniers und macht das Event erst richtig komplett.

Zeitplan, Live-Ticker und Livestreams

Los geht es am Samstag ab 11 Uhr mit dem Qualifikationsturnier. Am Sonntag finden dann das eigentlich Final Four statt, mit den Halbfinals um 11 Uhr und dem Finale ab ca. 14 Uhr.

Gruppe A
11 Uhr: TSV Dachau 65 – SV Friedrichsgabe
13.30 Uhr: TTC Weinheim – Verlierer Spiel 1
16 Uhr: TTC Weinheim – Sieger Spiel 1

Gruppe B
11 Uhr: TTG Bingen /Münster-Sarmsheim – SU Neckarsulm
13.30 Uhr: TSV 1909 Langstadt – Verlierer Spiel 1
16 Uhr: TSV 1909 Langstadt – Sieger Spiel 1

Gruppe C
11 Uhr: ttc berlin eastside – TuS Fürstenfeldbruck
13.30 Uhr: ESV Weil – Verlierer Spiel 1
16 Uhr: ESV Weil – Sieger Spiel 1

Gruppe D
11 Uhr: SV DJK Kolbermoor – TTF Rastatt
13.30 Uhr: TTC Langweid – Verlierer Spiel 1
16 Uhr: TTC Langweid – Sieger Spiel 1

Foto: Benedikt Probst

Zwei Tische werden an beiden Tagen im Livestream übertragen.

Hier geht es zum Live-Ticker

Hier geht es zu den Livestreams auf Youtube

Die Livestream-Links im Einzelnen

Qualifikationsgruppe A: https://youtube.com/live/PM7IeTI1l3U?feature=share

Qualifikationsgruppe D: https://www.youtube.com/live/ihEjsiNnYow?si=Tg4KxTAwqNA3JllX

Halbfinale Tisch 1: https://www.youtube.com/live/qigZJx2KS1A?si=FiU2wotQygx_JLmU

Halbfinale Tisch 2: https://www.youtube.com/live/aJRRioe2euk?si=PhpOo2DLXRLINm9H

Finale: https://www.youtube.com/live/x6EmxATJs-s?si=C0_3I6yIcPsdCDXO

Sehenswertes Turnier mit hohem Begeisterungsfaktor

Wer das Pokal-Event kennt weiß, dass es eine ungemein attraktive Angelegenheit ist. Auch wenn der zweite Turniertag aus der Perspektive des Topsports der wichtigere sein mag, schätzen nicht wenige den ersten Tag ganz besonders, und das aus gutem Grund. Der einzigartige Austragungsmodus hat zur Folge, dass man so viele hochkarätige Tischtennis-Asse und nicht weniger als zwölf top motivierte Teams live erlebt, was sonst nirgends an einem Tag und in einer Halle möglich ist. Im Normalfall ist da so viel los, dass man kaum weiß, worauf man sich am meisten konzentrieren soll. Keine leichte Übung für den Tischtennis-Enthusiasten, der im Zweifel immer gerade auf den „falschen“ Tisch fokussiert ist, während sich ein paar Meter weiter gerade Sensationelles ereignet. Der Fan hat am Samstag im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl, während am Sonntag, wenn es um die Titel geht, nur noch die absolute Elite mitmischt, was das Geschehen weitaus überschaubarer macht, die Spielerinnen aber auch dazu zwingt, alles abzurufen und die letzten Reserven zu mobilisieren. Nicht selten ergeben sich dann „Wahnsinnsspiele“, die man so schnell nicht vergessen wird.

Vorfreude in Kolbermoor

Der DTTB hat die Ausrichtung des Events erstmals an den SV DJK Kolbermoor vergeben. Und dort nimmt man die Aufgabe sehr ernst und wird mit kompetenten Organisatoren sowie einem tatkräftigen und zupackenden Helferteam alles versuchen, die B2X Finals für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

„Wir als Durchführer freuen uns auf ein tolles und einmaliges Event bei uns in Kolbermoor“, so Dr. Michael Fuchs, Abteilungsleiter und Cheftrainer des SV DJK Kolbermoor. „Wir möchten uns auch besonders bei der Stadt Kolbermoor und unseren Sponsoren B2X, Hagos, Rofa und der Sparkasse Rosenheim/Bad-Aibling bedanken, ohne die dieses Event nicht in Kolbermoor hätte stattfinden können. Wir hoffen, dass wir organisatorisch auf alles vorbereitet sind und dass die vielen Zuschauer tollen Sport zu sehen bekommen.“

Tickets – Zuschauerresonanz

Dr. Michael Fuchs hat zudem einige wichtige Infos, was den erwarteten Zuschauerzuspruch und den Ticketverkauf betrifft: „Der Sonntag ist aktuell schon fast ausverkauft, worüber wir sehr glücklich sind! Für Samstag gibt es noch ein paar mehr Tickets. Wir haben nur eine gewisse Hallenkapazität und können nur eine begrenzte Anzahl an Tickets verkaufen. Wir werden Stand jetzt auch keine Karten für die Tageskasse zurückhalten. Nur wenn nicht alle Tickets online verkauft werden, wird es vor Ort an der Tageskasse welche geben – hierüber werden wir aber auch noch kurzfristig in der Presse und über unsere Kanäle informieren.“

Was man auch noch wissen sollte: „Zusätzlich zur Halle wird die Schulaula im Gebäude daneben für das Event am Wochenende geöffnet sein. Dort bekommen die Zuschauer mit den gekauften Tickets ihre Einlassbändchen und dort wird auch für das leibliche Wohl gesorgt werden. Sowohl warme Speisen als auch Kaffee und Kuchen wird es vor Ort geben. Getränke werden sowohl in der Halle, als auch in der Schulaula verkauft werden.“

Hongi“ Gotsch wird verabschiedet

Schließlich noch ein kleines Highlight im Rahmen des Final Four: Direkt nach den Halbfinals wird nämlich mit Qianhong „Hongi“ Gotsch eine Bundesliga-Ikone verabschiedet, die wie keine andere Spielerin über Jahrzehnte das Gesicht der Eliteklasse des deutschen Damentischtennis geprägt und nun ihre aktive Karriere im Alter von 57 Jahren beendet hat. Zuletzt stand die Ausnahmespielerin, nach Jahrzehnten im Dress der SV Böblingen, für den SV DJK Kolbermoor am Tisch. Einen würdigeren Rahmen für die Ehrung einer Spielerin, die wahrlich Bundesligageschichte geschrieben hat, konnte man gar nicht finden.

Einzigartige Bundesliga-Karriere beendet: Qianhong Gotsch (Archivfoto: Dr. Stephan Roscher).

Alles ist angerichtet für ein Tischtennis-Event der Extraklasse. Wer es noch schafft, Tickets zu ergattern, sollte das Geschehen unbedingt live in der B2X Arena verfolgen. Und wie gesagt: Auch der Samstag, für den man eher noch Tickets erhält als für das eigentliche Final Four, ist ein hochinteressanter, unbedingt lohnender Turniertag.

Alle Informationen zum Turnier (Ablauf, Anfahrt, etc.) findet man auf der Webseite des SV DJK Kolbermoor: https://pokal2026.svdjkkolbermoor.de

Live-Ticker

Livestreams auf Youtube

In einem zweiten Teil unserer Vorschau werden wir zeitnah Vertreter aller zwölf teilnehmenden Vereine zu Wort kommen lassen.

Team des SV DJK Kolbermoor, Saison 2025/26, hier noch mit „Hongi“ Gotsch (Foto: Verein).

Beitragsbild ganz oben: Blick in die B2X Arena bei einem ganz normalen Bundesligaspiel. Am Samstag und Sonntag wird in der Halle wesentlich mehr los sein (Foto: SV DJK Kolbermoor).

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