Champions League: eastside will den Gruppensieg

Von Autor|November 21, 2018|champions league|0 Kommentare

Freitag, 18 Uhr: ttc berlin eastside – Étival Clairefontaine ASRTT 

Die Champions-League-Bilanz des viermaligen Königsklassen-Siegers ttc berlin eastside in der laufenden Saison kann sich sehen lassen: Drei Partien, drei Siege, Tabellenführung in Gruppe B mit drei Punkten Vorsprung vor den nachfolgenden Teams aus Spanien und Frankreich.

Zwei Spiele verliefen sehr einseitig zugunsten der Berlinerinnen, während es letzten Samstag in Cartagena recht eng zuging, wobei man mit starkem Team Spirit und einer guten Mannschaftsleistung doch als Sieger die Halle verließ. Seitdem hat man die Viertelfinal-Qualifikation in der Tasche, doch man will mehr, nämlich den Gruppensieg – ohne Wenn und Aber.

Am Freitagabend kann man diesen vor heimischer Kulisse in der Frauensporthalle im Freizeitforum Marzahn perfekt machen. Theoretisch könnte der Gegner aus Frankreich, Étival Clairefontaine, Pota und Co. noch den Gruppensieg streitig machen, da er ein Spiel weniger absolviert hat und nach Punkten noch gleichziehen könnte. Um an eastside vorbeizukommen, müsste Clairefontaine nicht nur das Spiel am Freitag gewinnen, sondern auch das Rückspiel gegen Cartagena eine Woche später – und zwar beide Begegnungen jeweils mit 3:0. Eine 1:3-Niederlage würde den Berlinerinnen bereits zum Gruppensieg genügen, verbunden mit der Aussicht, einen leichteren Gegner im Viertelfinale zugelost zu bekommen.

Doch das entspräche nicht dem Anspruch des dreimaligen Triple-Siegers, der auch sein letztes Gruppenmatch gewinnen möchte. Am besten so wie das Hinspiel in Frankreich, bei dem der Hauptstadtklub das Geschehen perfekt im Griff hatte und verdient mit 3:0 gewann – ein einziger Satz ging damals an den Gastgeber. Mit einem erneuten Kantersieg rechnet Trainerin Irina Palina jedoch nicht.

Clairefontaine hat nämlich eine gefährliche Truppe beisammen, die im Hinspiel gewiss unter Wert geschlagen wurde. Man reist mit der aus der Bundesliga bekannten Tschechin Hana Matelova, der international für Portugal startenden Chinesin Shao Jieni sowie der russischen Abwehrkünstlerin Maria Dolgikh an die Spree.

„Das Team ist brandgefährlich. Unser klarer 3:0 Sieg im Hinspiel war in dieser Höhe überraschend“, so Irina Palina. „Ich erwarte ein deutlich engeres Match und hoffe, dass wir am Ende wieder gewinnen.“ Den Sieg sollen Georgina Pota, Nina Mittelham (Foto) – die Doppel-Europameisterin feiert am Freitag ihren 22. Geburtstag – sowie Shan Xiaona, die nach ihrer Babypause jetzt auch ihr Saisondebüt in der Champions League gibt, erringen.

„Für unsere Nana ist es unheimlich wichtig, nach der Geburt ihrer Tochter Matchpraxis zu sammeln“, sagt Manager Andreas Hain zum Einsatz von Shan. „Schließlich soll sie beim Final Four am 6. Januar 2019 hier in Berlin in Topform sein. Die Gegnerinnen aus Étival sind hierzu genau der richtige Gradmesser.“

Ein gemütliches Tischtennis-Wochenende dürfte es jedenfalls für den deutschen Topklub nicht werden, denn 24 Stunden später steigt bereits das Bundesligamatch in Ostwestfalen beim bisher recht starken TTK Anröchte.

 

Text & Foto Mittelham: Dr. Stephan Roscher 

Diesen Beitrag teilen: