Bingen will sich gegen den Ligaprimus gut aus der Affäre ziehen

Von Autor|März 8, 2019|bundesliga|0 Kommentare

Sonntag, 14.00 Uhr: TTG Bingen/Münster-Sarmsheim – ttc berlin eastside

Der Tabellendritte gegen den Spitzenreiter, das klingt nach einem prickelnden Topspiel. Doch das steht nur bedingt zu erwarten. Berlin ist in den letzten Wochen so stark und dominant aufgetreten, dass es als glasklarer Favorit nach Rheinhessen reist. Auch das schwere Champions-League-Halbfinalspiel gegen Dr. Casl am Freitagabend dürfte, egal wie es ausgeht, den Hauptstadtklub in der Liga nicht beeinträchtigen, der vermutlich auch in Bingen in starker Besetzung auflaufen wird.

Die TTG dagegen möchte sich ansprechend aus der Affäre ziehen und den Fans – gegen Berlin gab es in der Vergangenheit immer recht guten Zuschauerzuspruch – spannende Matches zeigen, rechnet aber nicht ernsthaft mit einem Punktgewinn. Eine Klatsche wie beim 0:6 im Hinspiel soll es diesmal jedoch auf keinen Fall geben. Man will dagegenhalten und dem Ligaprimus das Leben so schwer wie möglich machen, auch wenn man um die Qualität des Gegners weiß. Zudem will sich der Gastgeber auch psychologischen Rückenwind verschaffen. Ein guter Auftritt gegen Berlin würde dem Team Auftrieb für die nachfolgenden beiden Heimspiele gegen Böblingen (17.03.) und Bad Driburg (24.03.) geben, in denen man sich eine möglichst gute Platzierung mit Blick auf die Play-offs sichern will.

Dabei sein wird wieder die zweimalige Olympia-Teilnehmerin Lily Zhang (Foto). Dafür wird Marie Migot fehlen, die bei der U21-EM im Einsatz ist. Mit Zhang, Chantal Mantz, Yuan Wan und Giorgia Piccolin, die am Wochenende alle drei Titel bei den italienischen Meisterschaften gewann, wird man dennoch ein starkes Quartett ins Rennen schicken.

„Berlin wird sicher komplett sein, da können wir nicht den Anspruch erheben, gegen sie gewinnen zu wollen“, so TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach. „Wir wollen uns aber vor eigenem Publikum gut aus der Affäre ziehen und den Zuschauern einige schöne, interessante Spiele bieten. Dass Berlin der Favorit ist, ist völlig klar, aber so hoch wie im Hinspiel wollen wir nicht noch einmal verlieren. Wir hoffen, dass viele Fans kommen und unsere jungen Spielerinnen anfeuern.“

eastside will auch am Sonntag nichts anbrennen lassen. „Auch wenn wir bereits als Erster der Punktrunde feststehen, fahren wir hoch motiviert nach Bingen und wollen unseren Erfolgskurs fortsetzen“, so ttc-Manager Andreas Hain. „Wir lassen uns auch durch das Ergebnis vom Hinspiel nicht täuschen und nehmen jeden Gegner ernst. Ich erwarte dennoch einen deutlichen Sieg und das eine oder andere interessante Match.“

Text & Foto: Dr. Stephan Roscher

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